Zwar keine wirkliche Oldtimer-Rally (mehr), aber trotzdem einen Beitrag wert ist die “Mongol Rally” . Letztes Jahr in der Mongolei habe ich die ungewöhnlichen Rally-Fahrzeuge in der Hauptstadt der Mongolei in Ulan-Baator mitten in der Stadt entdeckt und nicht schlecht gestaunt.
Die Mongol Rally ist keine gewöhnliche Rally. Gefahren wird nicht mit großen Geländewagen oder modernen Geländebuggys mit neuster Dieseltechnik. Nein, bei dieser Rally fährt man mit alten, kleinen Autos von Europa (Start in England, Spanien und Italien) bis in die Mongolei. Wie man dahin kommt, ist einem selbst überlassen. Die Routen sind vielfältig. Durch Russland oder durch die Türkei, wie man gerne will. Sicher ist, dass kein Sicherheitstrupp mit Material und Versorgung dabei ist sondern die Fahrt ein Abenteur wird. Und so sehen die Gefährte auch aus:

- Mitten in Ulan-Baator, der Hauptstadt der Mongolei. © Fotos Oldtimer-Talk.de

- Der hat so einiges erlebt. © Fotos Oldtimer-Talk.de

- Schon richtig professionell dieser Fiat. © Fotos Oldtimer-Talk.de
Die Mongol Rally ist eine “Charity”-Rally und unterstützt Hilfsprojekte in der Mongolei. Das Startgeld sind mindestens 1000 Pfund Spende und die Fahrzeuge verbleiben in der Mongolei und werden versteigert.
Da es allerdings nicht unbedingt so erwünscht ist, jedes Jahr dutzende mittelalte, oft schrottreife Autos in der Mongolei zu hinterlassen gibt es seit 2009 die Regel, dass Fahrzeuge nicht älter als 10 Jahre alt sein dürfen. Eine weitere Regel ist die Hubraumbegrenzung: Nur Autos bis 1,2 Liter Hubraum dürfen mitfahren, wenn es gar nicht anders geht sind minimal größere Motoren erlaubt, dann fallen aber 100 Pfund je 100 Kubik als weitere Spende an. Die Idee ist eine wirklich minimalistische Tour mit der Beschränkung auf das wesentliche – der Weg ist das Ziel, Pannen erwünscht.
Für Zweiräder gilt eine maximale Motorgröße von 125 ccm.
Weitere Infos zu diesem interessanten Rally-Event auf der Seite http://mongolrally.theadventurists.com